Neuer Master: „Cultural Heritage und Kulturgüterschutz“

Grundlegende Qualifikationen im Umgang mit dem Kulturerbe der Menschheit sowie mit den Anforderungen des Kulturgüterschutzes vermittelt der neue Masterstudiengang „Cultural Heritage und Kulturgüterschutz“, der zum Wintersemester 2020/2021 an der Universität Heidelberg startet. Der interdisziplinär angelegte Studiengang führt die Kompetenzen und Ressourcen zahlreicher „Kleiner Fächer“ an der Ruperto Carola zusammen und richtet sich insbesondere an Bachelorabsolventen aus den Geistes- und Kulturwissenschaften.

„Cultural Heritage, also materielle und immaterielle Hinterlassenschaften, ist der weit gefasste Überbegriff, mit dem wir uns auseinandersetzen und den wir auch theoretisch durchdringen wollen. Hinzu kommt der Bereich Kulturgüterschutz, der deutlich praktischer ausgerichtet ist. Da geht es zum Beispiel um die Bedrohung von Kulturgut durch illegale Raubgrabungen und durch kriegerische Konflikte, aber auch durch Umwelteinflüsse oder Tourismus“, erläutert Prof. Dr. Christian Witschel, Geschäftsführender Direktor des Heidelberg Center for Cultural Heritage (HCCH), das den Studiengang koordiniert.

„Das Alleinstellungsmerkmal des Studiengangs besteht in der nur hier in Heidelberg möglichen, engen Verknüpfung exzellenter grundwissenschaftlicher und theoretischer Ausbildung mit den praktischen Anwendungsmöglichkeiten in den herausragenden universitären Sammlungen mit ihren Objekten aus vielen Jahrhunderten, Epochen und Regionen der Welt“, betont der Geograph Prof. Dr. Thomas Schmitt, der seit dem Wintersemester 2020/2021 die neu geschaffene Professur für „Cultural Heritage und Kulturgüterschutz“ innehat. Lehrimporte, beispielsweise aus den Rechtswissenschaften, sowie gemeinsame Veranstaltungen mit kooperierenden Ermittlungs- und Denkmalschutzbehörden vermitteln den Studierenden kriminologisches und konservatorisches Grundlagenwissen. Eine naturwissenschaftliche Komponente deckt die Bereiche Materialanalyse, etwa beim Aufspüren von Fälschungen, sowie den Bereich Digital Heritage ab.

Von zentraler Bedeutung ist nicht zuletzt die Einbindung in ein starkes Netzwerk außeruniversitärer Kooperationspartner – vom Bundeskriminalamt über bedeutende Museen und Weltkulturerbe-Stätten bis hin zu internationalen Organisationen –, die den Praxisbezug erweitern und den Studierenden zahlreiche Möglichkeiten bieten, Einblicke in die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu gewinnen.

Nach Pressemitteilung der Universität Heidelberg