RGK und RGZM erhalten DFG-Förderung zur Erschließung ihrer Archive

RGK und RGZM
Aus einem Skizzenbuch von Prof. Georg Kossack (1923-2004). (c) RGK Nachlass Georg Kossack.

Die Römisch-Germanische Kommission (RGK) des Deutschen Archäologischen Instituts und das Römisch-Germanische Zentralmuseum, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM) gehören zu den ältesten archäologischen Forschungseinrichtungen in Deutschland. Von Beginn an erforschen sie die Vor- und Frühgeschichte Europas von der Steinzeit bis ins Mittelalter. Sie unterhalten neben den beiden größten europäischen Spezialbibliotheken umfangreiche Archive mit Verwaltungsakten, Korrespondenzen von Wissenschaftler*innen, Dokumenten zu Forschungstätigkeiten sowie Gelehrtennachlässe. Darin finden sich Informationen zu Schlüsselfiguren der Archäologie von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute.

Im Rahmen des zunächst für 3 Jahre von der DFG geförderten Projektes „Spuren archäologischer Wissensgenerierung. PropylaeumVITAE – ein Instrument für die Wissenschaftsgeschichte der Archäologie“ erschließen die beiden Institutionen ihre Archivbestände nun für die öffentliche Nutzung.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern wichtige Forschungsdaten zur archäologischen Wissensgeschichte digital vernetzt zugänglich zu machen und dabei unser Archiv inhaltlich zu erschließen“, erklärt Dr. Gabriele Rasbach, Leiterin der Bibliothek und des Archivs der RGK.

An der RGK und dem RGZM werden dabei Daten zu mehr als 3.000 Personen über das biographische Informationssystem »Propylaeum-VITAE« des altertumswissenschaftlichen Fachinformationsdienst Propylaeum veröffentlicht. In der dynamischen Open-Access-Datenbank werden Akteur*innen der Altertumswissenschaften vorgestellt und ihre Netzwerke abgebildet. Vielfältige Beziehungen nationaler und internationaler Art ergeben sich sowohl aus gemeinsamen Forschungsthemen und Arbeitsgebieten als auch durch gemeinsam ausgeübte Praktiken der Wissensproduktion.

Durch die internationale Ausrichtung der RGK und des RGZM wird die bisher auf den deutschsprachigen Raum weitgehend beschränkte Datenbasis zudem um Informationen aus Europa und darüber hinaus erweitert.

Nach Pressemitteilung des DAI