Wechsel im Management der SchUM-Stätten

Schum
Der Jüdische Friedhof in Mainz (Foto: Landeshauptstadt Mainz, Fotograf Carsten Costard)..

Felix Tauber hat zum dem 1. Februar 2022 das Management der SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz und die Geschäftsführung des Vereins SchUM Städte Speyer, Worms und Mainz e.V. übernommen. Seine Vorgängerin Dr. Susanne Urban hat zum Jahreswechsel auf eigenen Wunsch den Verein verlassen. Der Sitz der SchUM Geschäftsstelle bleibt weiterhin im „Haus zur Sonne“ in Worms.

Stefanie Seiler, Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer und Vorsitzende des SchUM-Stätten-Vereins, zeigt sich erfreut darüber, dass die Nachfolge von Dr. Urban zügig geregelt werden konnte. Schließlich treten die SchUM-Städte ein halbes Jahr nach der Anerkennung durch die UNESCO in eine wichtige Phase ein: „Es wird jetzt darauf ankommen, den mit der Anerkennung verbundenen Managementplan zügig umzusetzen und die Errichtung der in allen drei Städten geplanten Besucherpavillons voranzutreiben. Parallel dazu muss die Bildungs- und Vermittlungsarbeit für die Welterbestätten in den drei SchUM-Städten intensiviert und entsprechende Veranstaltungen geplant werden“, so Seiler.

Felix Tauber studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Kunstgeschichte. Nach Stationen am Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, in einem interdisziplinären Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, am Deutschen Architekturmuseum und bei der Landesdenkmalpflege Rheinland-Pfalz ist er seit 2020 als Projektleiter in der Kulturverwaltung der Landeshauptstadt Mainz tätig. Er war mitverantwortlich für die kommunale Koordinierung des Bewerbungsverfahrens zur Aufnahme der SchUM-Stätten in die Liste der UNESCO-Welterbestätten und daher mit dem Thema bereits bestens vertraut. Er hat sich im Bewerbungsverfahren gegen 16 weitere Bewerber*innen durchgesetzt.

Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz wurden im Juli 2021 von der UNESCO zum ersten jüdischen Welterbe Deutschlands ernannt.

Nach Pressemitteilung der Städte Speyer, Worms und Mainz.

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