Paleo

Ob Jagen, Sammeln oder Ressourcen beschaffen – das Leben in der Steinzeit war mit Sicherheit kein Zuckerschlecken. Überall lauerten Herausforderungen, die allein zu bewältigen nicht selten ein Ding der Unmöglichkeit waren. ­Daher stellen sich bei Paleo die Spieler gemeinsam allem, was kommt, denn es handelt sich um ein kooperatives Spiel, bei dem entweder alle die Zielgerade erreichen oder keiner.
Zu Beginn einer Partie wird zunächst das detailliert gestaltete Setting aufgebaut und unter den Spielern ein großer Stapel verdeckter Karten gleichmäßig aufgeteilt. Diese stellen einerseits die Umgebung (Wald, Fluss, Berg usw.) dar, in der man sich bewegt, andererseits auch die Zeit. Denn gespielt wird in Tages- und Nachtzyklen, die jeweils mit unterschiedlichen Hürden aufwarten. Angefangen beim Beutetier bis hin zur unüberwindbaren Gefahr zeigt sich auf den Vorderseiten alles, was die Welt der Steinzeit zu bieten hatte. Um diese zu meistern, sind verschiedene Fähigkeiten wie Geschick oder auch das Jagen ebenso unerlässlich wie das Entwickeln neuer Ideen bzw. das Herstellen von Werkzeugen und vielem mehr. Nur wer gut plant und sich abstimmt, hat am Ende eine Chance.
Ganze zehn Module sorgen für immer neue Partien, die in unbekanntes Terrain führen. Kein Spiel ist wie das andere, jeder Tag ein neuer – Suchtfaktor garantiert.
Zurecht als Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet, ist Paleo zudem ein wunderbares Beispiel dafür, was Archäologievermittlung zu bieten hat. | AF

Produktdetails

Paleo

Brettspiel von Peter Rustemeyer
Mannheim: Hans im Glück 2020, 2–4 Spieler, ab 10 Jahren, ca. 40 Euro
Antwort auf Regelfragen unter: peterrustemeyer.wordpress.com

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