Reliquiarschnalle

Der Brauch, Schnallen als Behälter für Reliquien zu verwenden, stammt aus spätaniker Zeit und ist mediterraner Herkunft. Im 6. und 7. Jahrhundert sind Reliquiarschnallen aus Knochen, Bronze oder Messing vor allem in Burgund bekannt, kommen aber auch vereinzelt bei Franken und Alamannen vor. Reliquien aus organischen Materialien im Inneren des zu öffnenden Schnallenbeschlags sind vereinzelt [...]

Streufund

Streufunde sind Objekte, die nicht im Rahmen einer archäologischen Ausgrabung geborgen werden, sondern als Einzelstück durch Auflesen, bezeichnet man als S. Ein solcher ist zunächst wissenschaftlich weniger wertvoll, da sein ehemaliger Zusammenhang undeutlich bleibt. Eine Methode, S. gezielt zu gewinnen ist die Feldbegehung, bei der oberflächliche archäologische Relikte systematisch in ihrer Lage dokumentiert und aufgesammelt [...]

Wallschnitt

Wallanlagen bestehen in der Regel aus aufgeschüttetem Erdmaterial, sie wurden mit Ein- oder Vorbauten aus Holz und Stein stabilisiert und trugen auf der Wallkrone eine Mauer oder Palisade. Die Erde wurde meistens einem vorgelagerten Graben entnommen. Derartige Befestigungen können über einen längeren Zeitraum genutzt worden sein, wobei Umbauten, Erhöhungen oder Erweiterungen entstanden. Ziel eines Wallschnittes [...]