„Ausgegraben. Neufunde aus Müllheim“

Das Markgräfler Museum im Blankenhorn-Palais in Müllheim und das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart zeigen aktuell eine Sonderausstellung zu archäologischen Neufunden in Müllheim. Die Funde reichen von der Altsteinzeit bis ins 19. Jahrhundert.  […] weiter

Steinzeitmenschen hoben alte Werkzeuge als Andenken an ihre Vorfahren auf

Die Sammelleidenschaft ist nicht nur ein verbreitetes Phänomen der Gegenwart, sondern reicht bis in die frühen Zeiten der Menschheit zurück. Das haben Forscher der Universität Tel Aviv bei der Analyse von etwa 500.000 Jahre alten Werkzeugen aus der Altsteinzeit festgestellt. Viele der Objekte waren bereits weggeworfen worden, als sie ein zweites Mal in Betrieb genommen und als Erinnerung an die Vorfahren aufgehoben wurden. […] weiter

Sondengeher beschert LWL-Archäologie südlichsten Nachweis steinzeitlicher Rentierjäger in Westfalen

Auch für den Süden Westfalens lassen sich jetzt altsteinzeitliche Rentierjäger nachweisen: Ein ehrenamtlicher Sondengänger aus Attendorn hat den Archäolog:innen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eine Pfeilspitze aus Meinerzhagen (Märkischer Kreis) präsentiert. Es ist der seit langem aktuellste Fund dieser Art, sondern zudem der südlichste Beleg in Westfalen. […] weiter

Wie gingen die Menschen an der Adria mit Umweltveränderungen während des Paläolithikums um?

Unsere paläolithischen Vorfahren besiedelten neue Gebiete und übernahmen neue Techniken, um mit den großen Umweltveränderungen fertig zu werden. Dies hat ein internationales Archäologenteam bestätigen können, das die menschliche Besiedlung des adriatischen Beckens während des letzten glazialen Maximums und des Spätglazials (ca. 35.000–12.000 Jahre vor heute) analysiert hat. Die Forschungsergebnisse zeigen die Strategien auf, die paläolithische Menschengruppen an der Adria anwandten, um mit großen Umweltveränderungen fertig zu werden. Dazu gehörten die Wanderung in neue Küstengebiete und die Besiedlung subalpiner Bergregionen. […] weiter

Moderne Menschen haben ein geringeres Risiko für entzündliche Darmerkrankungen und Gefäßkrankheiten als Neandertaler

Die Neandertalervariante des Proteins Glutathion-Reduktase erhöht das Risiko für entzündliche Darmerkrankungen und Gefäßkrankheiten. Nur ein winziger Bruchteil aller Proteine im menschlichen Körper weist Veränderungen auf, die sie im Vergleich zu den entsprechenden Proteinen bei Neandertalern und Affen einzigartig machen. Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und des Karolinska Institutet in Schweden haben nun ein solches Protein untersucht, das am Schutz gegen oxidativen Stress beteiligt ist. Sie zeigen, dass die Variante des Proteins, die beim modernen Menschen vorkommt, im Vergleich zur Neandertalervariante besser vor Entzündungen und Gefäßerkrankungen schützt. […] weiter

Neandertaler veränderten Ökosysteme vor 125.000 Jahren

Untersuchungen in Neumark-Nord bei Halle zeigen: Neandertaler nutzten schon vor 125.000 Jahren Feuer, um Waldgebiete offen zu halten, und hatten damit einen weit größeren Einfluss auf ihre lokale Umgebung als bislang angenommen. Die interdisziplinäre Studie von Archäologen der Universität Leiden in Zusammenarbeit mit Forschenden der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM) wurde jetzt im Wissenschaftsmagazin Science Advances veröffentlicht. […] weiter