Ernährungsgewohnheiten der Jungsteinzeit in Schottland anhand von Fettrückständen in Keramik nachgewiesen

Getreide, Milch und Fleisch – schon vor rund 5500 Jahren ernährten sich Menschen in Britannien mit diesen Nahrungsmitteln. Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Bristol und mit Beteiligung der FAU Erlangen wies anhand einer chemischen Analyse der Lipidrückstände gut erhaltener Keramiken nun erstmals nach, dass im Britannien der Jungsteinzeit neben Gerste auch Weizen auf dem Speiseplan stand, der in eigens für diesen Zweck vorgesehenen Tontöpfen zubereitet wurde. […] weiter

Die megalithische Stätte La Torre-La Janera

Das Projekt "Mega-Lithos" hat die erste Phase der Prospektion, Analyse, Diagnose und Dokumentation der auf der iberischen Halbinsel einzigartigen megalithischen Anlagen von La Torre-La Janera am Bajo Guadiana (Provinz Huelva) abgeschlossen. Bislang galten die Dolmen von Guadalperal im Stausee von Valdecañas, die gerade wegen der anhaltenden Trockenheit zu sehen sind, als »Stonehenge Spaniens« – diese könnten nach dem Fund in Huelva starke Konkurrenz bekommen. […] weiter

„Hascherkeller“ gibt seine Geheimnisse preis

In der Diskussion um die Sozialstruktur der mitteleuropäischen Früheisenzeit spielt der „Herrenhof“ als mutmaßlicher Sitz eines hochrangigen Bauern eine erhebliche Rolle. Ein Rechteckhof dieses Typs ist der berühmte „Hascherkeller“ am nördlichen Stadtrand von Landshut, der überwiegend aus der frühen Hallstattzeit stammt. Nach vier Jahrzehnten bot sich die Gelegenheit, die Ausgrabungen in den zuvor noch nicht erforschten Bereichen wieder aufzunehmen und zu einem Abschluss zu bringen. […] weiter

Eine uralte Geschichte: Bauern gegen Ungeziefer

Bereits in der Jungsteinzeit stellten Schädlinge eine Gefahr für die Erträge aus der Landwirtschaft dar. Darauf deuten die Überreste von Mäusen und Insekten hin, die ein archäologisches Forschungsteam unter Basler Leitung in prähistorischen Brunnen gefunden hat. Es gibt aber auch Hinweise darauf, dass sich die Menschen zu wehren wussten − zum Beispiel durch Wechsel zu weniger anfälligen Getreidesorten. […] weiter

Spuren für Nutzung von Feuer vor 800.000 Jahren

In einem kürzlich in PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) veröffentlichten Artikel stellen die Wissenschaftler eine fortschrittliche, innovative Methode vor, die sie entwickelt und eingesetzt haben, um nicht-visuelle Spuren von Feuer zu entdecken, die mindestens 800.000 Jahre zurückreichen - einer der frühesten bekannten Beweise für die Verwendung von Feuer.  […] weiter

Die Römer brachten das Maultier mit

Der Beginn der wirtschaftlichen und militärischen Bedeutung von Maultieren für die Menschen in Siedlungsgebieten nördlich der Alpen war bisher mit Unsicherheiten behaftet. Selbst für Fachleute ist es schwierig, die archäologischen Überreste von Equiden – Pferde, Esel sowie deren Kreuzungen, die Maultiere und Maulesel – voneinander zu unterscheiden.  […] weiter