Grenzübergreifendes Projekt ArchaeoMontan@School des Landesamts für Archäologie Sachsen

In dem grenzübergreifenden Projekt „ArchaeoMontan@School“ erarbeitete  das Landesamt für Archäologie Sachsen gemeinsam mit unserem tschechischen Projektpartner vom Archäologischen Institut in Most ein Bildungsprogramm zur Vermittlung des Welterbes. Für das  Schuljahr 2021/2022 wurde mit Kindern in der Welterberegion Měděnec und in Dippoldiswalde ein Ferienprogramm gemeinsam mit dem MiBERZ – Museum für Mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge in Dippoldiswalde umgesetzt. […] weiter

Neue Direktorin für das Deutsche Bergbau-Museum Bochum

Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner wird im Sommer neue Direktorin des Deutschen Bergbau-Museums Bochum (DBM), Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen. Die Archäologin wurde in einem mehrstufigen Auswahlverfahren vom Kuratorium des DBM einstimmig zur Direktorin bestellt und zugleich vom Rektor der Ruhr-Universität Bochum zur Professorin an das Institut für Archäologische Wissenschaften berufen. […] weiter

Was ist Montanarchäologie?

Montanarchäologie bezeichnet alle archäologischen Themenfelder, die mit der Ressourcengewinnung mineralischer Rohstoffe und dem dazugehörigen Umfeld verknüpft sind, und die mit der Herstellung der daraus produzierten Zwischen- und Endprodukte sowie ihrem Vertrieb verbunden sind. Das Wort Montan kommt dabei vom lateinischen mons (Berg). Das bedeutet, dass eben nicht nur der Bergbau oder das Hüttenwesen Gegenstand der Montanarchäologie sind, sondern ebenso und gleichwertig beispielsweise die Produktion von Brennstoffen durch die Köhlerei (Herstellung von Holzkohle), die Lebensverhältnisse der Berg- und Hüttenleute oder die Infrastrukturmaßnahmen, die zur Organisation und Steuerung des Montanwesens führten, wie z. B. der Burgenbau im Hochmittelalter zum Schutz von Bergbauarealen. […] weiter

Schon Kelten und Römer betrieben Bergbau im Montafon

Die Geschichte des Bergbaus im Montafon ist offenbar von einer langen Kontinuität geprägt. Wie Forschungen der Goethe-Universität in jüngster Zeit gezeigt haben, wurden die Erzlagerstätten schon seit spätkeltischer Zeit über viele Jahrhunderte hinweg genutzt: Bis ins Spätmittelalter hinein, mehr als 1500 Jahre lang sind hier Bodenschätze wie Eisen, Kupfer und Silber abgebaut worden. Dass es aber bereits in keltischer und römischer Zeit Aktivitäten im Berg gab, war bislang nicht bekannt. Die neuen Erkenntnisse machen das Montanrevier zu einem der bemerkenswertesten in den Alpen. […] weiter