Wie DNA in archäologischen Sedimenten über Tausende von Jahren erhalten blieb

Alte menschliche und tierische DNA bleibt in mikroskopisch kleinen Knochen- und Kotfragmenten erhalten. Durch die Analyse von in Sedimenten konserviertem Erbgut kann die Anwesenheit von Menschen und Tieren an archäologischen Fundstätten nachgewiesen werden. Nur wenig war bisher darüber bekannt, wie DNA über lange Zeiträume in Sedimenten überdauert.  […] weiter

Weltweit ältester Stammbaum – Einblicke in Begräbnistraditionen und Verwandtschaftsverhältnisse der Jungsteinzeit

Durch die Analyse von alter DNA (aDNA) gelang es internationalen Forscher*innen unter Beteiligung von Ron Pinhasi und seinem Team von der Universität Wien den bisher ältesten Stammbaum der Welt zu rekonstruieren. Die Proben dafür stammen aus einer neolithischen Gräberanlage in Großbritannien. In ihrer Studie im Fachmagazin Nature konnten die Forscher*innen auch bisher Unentdecktes über die Grabtraditionen von vor 5.700 Jahren zeigen. Eine weitere Studie auf aDNA-Basis lieferte außerdem überraschende Erkenntnisse über Migrationsströme ins bronzezeitliche Großbritannien. […] weiter

Genetische Veränderungen im südlichen Iberien der Bronzezeit

Das dritte Jahrtausend v.u.Z. brachte erhebliche Veränderungen mit sich, die sich in den Kulturen Europäer der Bronzezeit widerspiegeln. Eine neue Studie in Science Advances von Forschenden der Max-Planck-Institute für Menschheitsgeschichte (Jena) und für evolutionäre Anthropologie (Leipzig) sowie der Universitat Autònoma de Barcelona dokumentiert die Ankunft einer neuen genetischen Signatur im Süden der Iberischen Halbinsel, die mit der Entstehung der frühbronzezeitlichen „El-Argar“-Kultur um 2.200 v.u.Z. einherging. […] weiter

Neue Methode zur Identifizierung alter DNA

Da sich die Bereiche Mikrobiologie und Evolutionsbiologie zunehmend den archäologischen Aufzeichnungen zuwenden, um die dynamische Evolutionsgeschichte mikrobieller Gemeinschaften zu untersuchen, sind Werkzeuge, die zuverlässig alte metagenomische DNA assemblieren und authentifizieren, von entscheidender Bedeutung für das Verständnis der mikrobiellen Gemeinschaften um und in uns. […] weiter

Zellkern-Erbgut aus Höhlensedimenten isoliert

Benjamin Vernot und Kollegen vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig ist es nun gelungen, Zellkern-DNA von Neandertalern aus Höhlenablagerungen in Nordspanien und Südsibirien zu analysieren und daraus neue Erkenntnisse zur Populationsgeschichte der Neandertaler zu gewinnen. […] weiter