Rätsel um die Herkunft der 30.000 Jahre alten Venus von Willendorf gelöst

Die knapp 11 cm hohe Figurine aus Willendorf ist eines der wichtigsten Zeugnisse von beginnender Kunst in Europa. Sie ist aus einem Gestein gefertigt, das als „Oolith“ bezeichnet wird und in Willendorf und Umgebung nicht vorhanden ist. Ein Forschungsteam fand nun mit Hilfe hochauflösender tomographischer Aufnahmen heraus, dass das Material der Venus wahrscheinlich aus Norditalien stammt.  […] weiter

Historische Schriften digital erkennen

Heutige Standardschriften wie Calibri oder Times New Roman einzulesen, ist für moderne Texterkennungssoftware, kurz OCR, kein Problem. Schwieriger wird es bei historischen Drucken. Denn je weiter man in die Geschichte zurückblickt, desto variantenreicher werden die Schriften – bis hinein in eine Zeit, in der jeder Drucker seine eigenen Schriftsets schnitzte. Darum gibt es eine gute Nachricht für alle, die mit derartigem historischem Material arbeiten: Das Programm OCR4all ist eine Texterkennungssoftware, die historische Druckschriften erkennt und in computerlesbaren Text umwandelt. Um es zu bedienen, sind keinerlei Programmierkenntnisse nötig. […] weiter

Schriftsysteme – Neues zu ihrer Entwicklung

In einer in Current Anthropology veröffentlichten Studie zeigt ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena, dass Schrift im Zeitverlauf sehr schnell ‚komprimiert‘ wird, um sie besser lesbar und schreibbar zu machen. […] weiter

Folterritual könnte wirklich stattgefunden haben

Seit Jahrzehnten streiten sich Historiker darüber, ob ein berüchtigtes Folterritual der Wikinger wirklich stattgefunden hat oder ob es sich um eine missverstandene oder ausgeschmückte Geschichte handelt, die im Laufe der Jahrhunderte in der Dichtung überliefert wurde. […] weiter

30 Jahre Auffindung von Ötzi, dem Mann aus dem Eis

Bozen – 30 Jahre sind verflogen, seit die Mumie von Ötzi, dem Mann aus dem Eis, am 19.9.1991 auf dem Tisenjoch oberhalb des Schnalstal in der Ötztaler Alpen ausaperte. Ötzi hatte das Glück, von aufmerksamen Findern, der Familie Simon aus Nürnberg, entdeckt zuwerden. Über 5000 Jahre war sein Körper unversehrt im Eis verborgen geblieben, ein bis heute konservierter Vertreter der Kupferzeit – und ein Krimi dazu: noch heute kann man an ihm die Spuren einer Ermordung ablesen. […] weiter

Prähistorischer Klimawandel in Arabien

Mehrere Perioden mit vermehrten Niederschlägen in den letzten 400.000 Jahren verwandelten die ansonsten trockene Arabische Halbinsel in eine Route für menschliche Migration. […] weiter

3D-Scans als nützliche Helfer der Paläoanthropologie

Im Bestreben nach Wissen sind destruktive Methoden im Bereich der Wissenschaft oftmals unvermeidlich – wie beispielsweise in der Archäologie und Paläoanthropologie. Denn zu einem tieferen Verständnis und Wissen von historischen Stätten gelangt nur, wer ihren Ursprüngen beispielsweise im Rahmen von Ausgrabungen auf den Grund geht. Unabhängig davon, wie sorgfältig diese Ausgrabungen durchgeführt werden, der Vorgang allein zerstört oft wichtige Hintergrundinformationen zu historischen Artefakten. Deshalb fasst die 3D-Scantechnologie seit neuestem auch in diesem Bereich Fuß und erstellt hochauflösende, dreidimensionale und digitale Aufzeichnungen. […] weiter