Eiszeitliche Temperaturen und Niederschläge anhand von Regenwurm-Ausscheidungen rekonstruiert

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eines internationalen Forschungsprojekts unter Leitung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben eine neue Methode angewendet, um das Klima der Vergangenheit zu rekonstruieren. Wie sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Communications Earth & Environment berichten, haben sie durch die Analyse von Regenwurm-Ausscheidungen Temperaturen und Niederschläge der letzten Eiszeit ermittelt. […] weiter

Kli­ma­ge­schich­te der ver­gan­ge­nen 12.000 Jah­re kom­ple­xer als bis­lang an­ge­nom­men

Das „Ho­lo­zän-Tem­pe­ra­tur­rät­sel“ steht im Fo­kus ei­ner neu­en Stu­die zur Klimageschichte. Diverse Faktoren beeinflussen das Klima, und nicht in allen Regionen der Welt ist das Feedback auf solche Faktoren einheitlich. So kommen etwa Klimamodelle und Temperaturrekonstruktionen zu unterschiedlichen Schlüssen zum Klima der vergangenen 12.000 Jahre, die erdgeschichtlich als Holozän bezeichnet werden. Ein internationales Team von Forschern aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, der Schweiz, Kanada und Frankreich zeigt in einer Veröffentlichung in Nature Communications auf, wie komplex die Temperaturentwicklung regional ist. […] weiter

Untergang des Antiken Mayapan hing mit Dürre zusammen

Der politische Zusammenbruch von Mayapan, der Hauptstadt der Maya auf der Halbinsel Yucatán im dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert, wurde wahrscheinlich durch eine Dürre ausgelöst, die gesellschaftliche Konflikte schürte, so eine neue Studie, die in Nature Communications erschienen ist. Die Ergebnisse belegen den Einfluss des Klimas auf die Stabilität der Gesellschaft schon im Altertum. […] weiter

Fieldschool zu Klimawandel und Archäologie im Tollensetal

Die Auswirkungen des Klimawandels stehen im Mittelpunkt einer archäologischen Fieldschool, die unter Leitung der LAKD-Landesarchäologie im August 2022 im Tollensetal stattfindet. Studierende der Universitäten Rostock, Leiden und Göttingen werden in einer gemeinsamen Übung an Fragen des Denkmalmanagements herangeführt. […] weiter

Warum verließen die Wikinger Grönland?

Lange Zeit herrschte die Meinung vor, dass die kälteren Temperaturen im Zusammenhang mit der Kleinen Eiszeit dazu beitrugen, dass die Wikingersiedlungen in Grönland nicht überlebensfähig waren. Neue Forschungsergebnisse unter der Leitung der University of Massachusetts Amherst, die kürzlich in Science Advances veröffentlicht wurden, stellen diese alte Theorie jedoch in Frage.  […] weiter

Wie gingen die Menschen an der Adria mit Umweltveränderungen während des Paläolithikums um?

Unsere paläolithischen Vorfahren besiedelten neue Gebiete und übernahmen neue Techniken, um mit den großen Umweltveränderungen fertig zu werden. Dies hat ein internationales Archäologenteam bestätigen können, das die menschliche Besiedlung des adriatischen Beckens während des letzten glazialen Maximums und des Spätglazials (ca. 35.000–12.000 Jahre vor heute) analysiert hat. Die Forschungsergebnisse zeigen die Strategien auf, die paläolithische Menschengruppen an der Adria anwandten, um mit großen Umweltveränderungen fertig zu werden. Dazu gehörten die Wanderung in neue Küstengebiete und die Besiedlung subalpiner Bergregionen. […] weiter

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – Archäologischer Klimagipfel in Kiel

Um den weltweiten Forschungsstand zu Sozialarchäologie und Klimawandel zu diskutieren, findet am 6. September an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) der Summit on Social Archaeology of Climate Change (SACC) statt. Das Treffen findet in Verbindung mit der Jahrestagung der European Association of Archaeologists (EAA) statt, die in diesem Jahr vom 6.-11. September als virtuelles Format von der Johanna-Mestorf-Akademie organisiert wird. […] weiter