Grenzübergreifendes Projekt ArchaeoMontan@School des Landesamts für Archäologie Sachsen

In dem grenzübergreifenden Projekt „ArchaeoMontan@School“ erarbeitete  das Landesamt für Archäologie Sachsen gemeinsam mit unserem tschechischen Projektpartner vom Archäologischen Institut in Most ein Bildungsprogramm zur Vermittlung des Welterbes. Für das  Schuljahr 2021/2022 wurde mit Kindern in der Welterberegion Měděnec und in Dippoldiswalde ein Ferienprogramm gemeinsam mit dem MiBERZ – Museum für Mittelalterlichen Bergbau im Erzgebirge in Dippoldiswalde umgesetzt. […] weiter

Bronzezeitliche Urnengräber bei Canitz

Seit einem Jahr gräbt das Landesamt für Archäologie in der Nähe von Canitz bei Riesa im Vorfeld der Verlegung einer Ferngasleitung. Zahlreiche Befunde und Funde zeigen, dass das Gebiet von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter immer wieder besiedelt war. […] weiter

Reste der Renaissance-Festung im Dresdner Zwinger entdeckt

Während der archäologischen Untersuchungen im Innenhof des Dresdner Zwingers entdeckte man die Fundamente der ehemaligen Mönchsbastei. Dabei handelt es sich um eine aus dem Festungswall der Stadtbefestigung hervorspringende Anlage, die dem Schutz des Hauptwalls dienen sollte. Die Mönchsbastei entstand in der Mitte des 16. Jahrhunderts unter Kurfürst Moritz, der die mittelalterliche Stadtbefestigung zu einem modernen Befestigungssystem ausbauen ließ. Noch heute weist die Bezeichnung »Zwinger« für die barocke Anlage darauf hin, dass man das Ensemble auf der ehemaligen Festungsanlage der Stadt errichten ließ. […] weiter

Älteste Nachweise der Pest in Mitteleuropa

Schwere und ansteckende Krankheiten gibt es seit Menschengedenken, besonders seit der Jungsteinzeit, in der Menschen und Tiere meist auf engen Raum zusammen wohnen. Durch die Analyse alten Erbgutes (DNA) an Skeletten wird unter anderem seit einiger Zeit dem Auftreten der Pest in Europa nachgegangen. […] weiter

Wasserbecken aus der frühesten Bauphase im Dresdner Zwinger entdeckt

Bei archäologischen Untersuchungen im Dresdner Zwinger wurden im Innenhof vor dem Wallpavillon sehr gut erhaltene Fundamente von Wasserbecken entdeckt und sorgfältig freigelegt. Sie stammen aus der frühesten Phase der weltweit berühmten Anlage und bezeugen, dass der Zwingerinnenhof auch schon vor der Fürstenhochzeit im Jahr 1719 mit repräsentativen Elementen gestaltet war. Die eindrucksvollen Reste geben wertvolle Informationen über ihre historische Konstruktion preis und sind wichtige Objekte für den noch verhältnismäßig jungen Wissenschaftsbereich der Gartenarchäologie.  […] weiter

Ein Reiterfigürchen aus Zwickau

Seit dem Frühjahr 2021 finden Ausbau und Neugestaltung der Marienstraße in Zwickau statt. Diese Maßnahmen werden baubegleitend archäologisch betreut. Trotz massiver moderner Störungen kamen umfangreiche spätmittelalterliche Strukturen zum Vorschein, darunter Pflasterbefunde, Kulturschichten sowie mehrere Brandschichten, die sich sehr gut mit den historisch belegten Stadtbränden in Verbindung bringen lassen. […] weiter

Dippoldiswalde: Mittelalterliche Bergstadt in 3D

In einer Flugsimulation über die in die hügelige Landschaft des Osterzgebirges eingebettete Bergstadt Dippoldiswalde erlebt der Betrachter, unter welchen Bedingungen die Bewohner einer „Boomtown des Silberrausches“ im hohen Mittelalter gelebt und gearbeitet haben. Denn nicht nur die einzigartigen Silberbergwerke von Dippoldiswalde, sondern auch der Einfluss des Bergbaus auf siedlungs-, kultur- und wirtschaftshistorische sowie landschafts- und umweltgeschichtliche Entwicklungen stehen im Fokus der Montanarchäologie. […] weiter