Rätselhafte Steinschüttungen im Bodensee

Taucherinnen und Taucher vom Amt für Archäologie Thurgau untersuchen zurzeit eine der über 170 rätselhaften Steinschüttungen entlang des Bodenseeufers zwischen Romanshorn und Altnau. Der «Hügel 115» wurde im Oktober von der Tauchgruppe Fondation Octopus vom Seegras befreit, mit Unterwasserkameras dokumentiert und wird momentan unter Wasser vom Team des Amtes bis zum 24. November 2022 teilweise ausgegraben. Die Arbeiten sind Teil einer Bestandsaufnahme, bei der das Alter und die Konstruktionsweise geklärt sowie Hinweise auf die Funktion der Steinschüttungen gewonnen werden sollen.  […] weiter

Die Ladung des Wracks der Skaftö erzählt eine Geschichte der Handelswege des 15. Jahrhunderts

Forschungen an der Universität Göteborg haben ergeben, dass die Skaftö wahrscheinlich in Danzig, heute Gdańsk, Ladung aufgenommen hatte und in Richtung Belgien unterwegs war, als sie um 1440 im Lysekil-Archipel unterging. Moderne Analysemethoden der Ladung geben nun völlig neue Antworten auf die Frage, wie der Handel im 15. Jahrhundert ablief. […] weiter

Die Äpplet – das Schwesterschiff der Vasa entdeckt

Meeresarchäologen des "Vrak – Museum of Wrecks" haben das Wrack der Äpplet (Apfel) entdeckt, eines Kriegsschiffs aus dem 17. Jh. Die 1629 vom Stapel gelaufene Äpplet wurde vom selben Schiffbauer gebaut wie das Kriegsschiff Vasa ein Jahr zuvor. Messdaten, technische Details des Schiffs, Holzproben und Archivdaten bestätigen, dass es sich tatsächlich um die Äpplet, das Schwesterschiff der Vasa, handelt. […] weiter

Eines der berühmtesten Schiffe des 17. Jahrhunderts – Wrack der Gloucester vor der englischen Küste identifiziert

Das Wrack eines der berühmtesten Schiffe des 17. Jahrhunderts wurde identifiziert. Es sank vor 340 Jahren mit dem späteren König James II. bzw. VII. an Bord, der nur knapp überlebte, vor der Küste von Norfolk im Vereinigten Königreich. Das Wrack des Kriegsschiffs Gloucester, das am 6. Mai 1682 auf eine Sandbank auflief, lag seither halb vergraben auf dem Meeresgrund und sein genauer Verbleib war unbekannt. […] weiter

40 Jahre Taucharchäologie in Baden-Württemberg

Vor 40 Jahren, am 30. Dezember 1981, stiegen erstmals drei Archäologiestudenten mit einem Tauchlehrer vor Bodman in den Bodensee, um im Auftrag des Landesamtes für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart die Pfahlbauten unter Wasser taucharchäologisch zu erforschen. Seitdem ist die Unterwasserarchäologie ein unerlässlicher Bestandteil der Betreuung des feucht erhaltenen archäologischen Kulturerbes in Baden-Württemberg. Taucharchäologische Untersuchungen sind heute umso wichtiger, da sich die Bedingungen unter Wasser in den vergangenen Jahren durch Klimawandel und eingeschleppte Arten sehr rasch veränderten. […] weiter

Neue Forschungen zur Konservierung der Mary Rose

Die Mary Rose, das Lieblingskriegsschiff Heinrichs VIII., hat von einem Forscher der Universität Sheffield einen wichtigen Impuls erhalten, um das Schiff für künftige Generationen zu erhalten. Ein Forscherteam unter der Leitung von Professor Serena Cussen von der Universität Sheffield hat mit Hilfe einer neuen Röntgentechnik, die an der Europäischen Synchrotronstrahlungsanlage (ESRF) zur Verfügung steht, das Vorhandensein, die Lage und die Struktur von nanostrukturierten bakteriellen Nebenprodukten im Holz des Schiffes entdeckt, die zur Zersetzung des Holzes der Mary Rose beitragen könnten.  […] weiter

Die ersten Bauern Europas

Einem Forschungsteam der Universität Bern ist die erste präzise Datierung von Pfahlbauten am Ufer des Ohridsees im südwestlichen Balkan gelungen: Sie sind in der Mitte des 5. Jahrtausends vor Christus entstanden. Die Region um den ältesten See Europas spielte bei der Ausbreitung der Landwirtschaft eine Schlüsselrolle. […] weiter