LWL-Archäologie geht wegen Corona neue Wege

Da die jährliche Tagung zur Archäologie in Westfalen-Lippe 2020 leider ausfallen musste, präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) seinen archäologischen Jahresrückblick jetzt online: Vom Römerdolch aus Haltern über bewegende Funde aus dem NS-Strafgefangenenlager 326 im Kreis Gütersloh bis hin zur Entstehung einer 3-D-Online-Ausstellung - das Jahr 2019 war reich an archäologischen Funden und Projekten. Alle Vorträge sind ab sofort auf dem YouTube-Kanal der LWL-Archäologie abrufbar. […] weiter

Erste menschliche Kultur überdauerte 20.000 Jahre länger als bislang bekannt

Der moderne Mensch entstand vor etwa 300.000 Jahren in Afrika, wo die ältesten versteinerten Überreste und die frühesten kulturellen und technologischen Zeugnisse unserer Spezies zu finden sind. Dieses Repertoire an Materialien und Technologien wird gemeinhin als Mittelsteinzeit bezeichnet und blieb in weiten Teilen Afrikas bis vor etwa 60-30 Tausend Jahren in Gebrauch. Neue Untersuchungen im Senegal zeigen nun, dass diese "erste menschliche Kultur" 20.000 Jahre länger überdauerte als bisher angenommen. […] weiter

Plastic Age in Wales

Archäologen der University of Liverpool, die in Wales ein Eisenzeit-Experiment durchführten, haben jetzt Funde aus dem "Plastikzeitalter" gefunden – eine von Plastik dominierte Stratigraphie, die von der modernen Gesellschaft hinterlassen wurde. […] weiter

Frühes Thüringer Waldgewerbe

Seit dem Sommer 2020 finden durch das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA) im Bereich des aufgegebenen Glashüttenstandortes „Glücksthal“ bei Neuhaus am Rennweg, Lkr. Sonneberg, im Zuge der Ferngastrasse bauvorgreifende archäologische Untersuchungen statt. Neben Abfallgruben und Tausenden von Funden der Glasherstellung konnte unerwartet ein hochmittelalterlicher Pechofen freigelegt werden. Siedlungskeramik und weitere Funde datieren den Ofen in das 14. Jh. […] weiter

Erstmals Eschgräben in Westfalen entdeckt

rchäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) sind erstmals in Westfalen auf sogenannte Eschgräben gestoßen, die im Mittelalter zur Düngung angelegt wurden. Die Fachleute fanden vor Ort in Gronau (Kreis Borken) außerdem mehr als 4.000 Jahre alte Steingeräte, die belegen, dass Jäger und Sammler die Fläche bereits in der Steinzeit genutzt haben. Die archäologischen Voruntersuchungen auf dem geplanten Baugebiet Markenfort in Gronau sind damit abgeschlossen. […] weiter

Borgstedt: Bemalte Keramik der Vorrömischen Eisenzeit

Im Sommer 2020 wurde in Borgstedt bei archäologischen Untersuchungen im Vorfeld der Erweiterung des Betriebsgeländes der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde ein Urnengräberfeld der älteren Vorrömischen Eisenzeit vollständig ergraben. Auf einer ca. 1,3 ha großen Fläche fanden sich 90 Bestattungen, bei denen es sich überwiegend um mit einem Steinschutz versehene und auf einem Sockelstein oder in einem Steinnest stehende Urnen handelte. In zwei Fällen standen die Urnen auf einem Schlagstein aus Quarzit. […] weiter

Prähistorische Siedlungsspuren am Federsee entdeckt

Die Gemeinde Alleshausen hat im Jahr 2019 in der Kirchstraße mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens begonnen. Dabei traten archäologische Funde zu Tage. Von Mitte Juli bis Ende November 2020 führte das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart eine Rettungsgrabung durch und sicherte prähistorische Siedlungsspuren. […] weiter

Dem alten Jöllenbeck auf der Spur

Archäologen haben unter Fachaufsicht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auf einem Baugrund an der Straße Zum Flachsland im Ortsteil Jöllenbeck in Löhne-Gohfeld (Kreis Herford) Funde aus dem hohen Mittelalter gemacht.  […] weiter