Germanen

Cover Ausstellungskatalog Germanen

Eine archäologische Bestandsaufnahme

Im reich bebilderten Begleitband zur Ausstellung „Germanen – eine archäologische Bestandsaufnahme“ bieten renommierte deutsche und internationale Archäologen und Historiker auf dem aktuellen Stand der Forschung Einblicke in das Leben und Wirtschaften, in die Strukturen der germanischen Gesellschaften in dem von den Römern als „Germania magna“ bezeichneten Raum zwischen Rhein, Weichsel und Donau vom 1.-4. Jahrhundert n. Chr. Wer waren „die“ Germanen? Kann von „den Germanen“ überhaupt die Rede sein? Wie lebten sie? Was wissen wir darüber? Wie war das Verhältnis zwischen Germanen und Römischem Reich? War das tatsächlich eine in erster Linie von Konflikt geprägte Beziehung?

Anhand archäologischer Funde – darunter viele Neufunde – und Befunde eröffnet der Band ein eigenes, ein neues Bild von Germanen, das sich von der „römischen Brille“ freizumachen sucht, durch die unsere Wahrnehmung von Germanen geprägt ist. Ein eigenes Kapitel reflektiert zudem Germanenbegriff und Germanenrezeption.

Der offizielle Begleitband zur Ausstellung

Ort: James-Simon-Galerie Berlin vom 18. September 2020 bis 21. März 2021.
Informationen zur Ausstellung finden Sie auch in unserem Terminkalender.

Produktdetails

Germanen

Herausgegeben von Gabriele Uelsberg und Matthias Wemhoff
Darmstadt; wbg Theiss 2020, 640 S. mit etwa 420 farb. Abb. und Karten, geb. € 50,00
Bestellung direkt bei der wbg möglich. Zum wbg shop

Prof. Dr. Matthias Wemhoff

Prof. Dr. Matthias Wemhoff

ist seit 2008 Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin und zugleich Landesarchäologe von Berlin. Er kuratierte große kulturhistorischer Ausstellungen, u. a. „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ (2018). 2000 wurde er zum Honorarprofessor an der Universität Paderborn, 2010 zum Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin ernannt. Seit 2011 ist er Geschäftsführer des Deutschen Verbandes für Archäologie. Er ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der „Archäologie in Deutschland“.

Cover_AiD_520 Titelthema Germanen

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Das Titelthema der AiD 5/20: Germanen

Den Begriff »Germanen« prägte ursprünglich Julius Cäsar als Instrument für seine politischen Absichten. Die Bezeichnung wurde bald auf die barbarischen Völkerschaften jenseits des Rheins ausgedehnt, mit denen sich Rom ab der Mitte des 1. Jh. v.Chr. auseinandersetzen musste. Neue Forschungen beleuchten diese vielgestaltige Welt zwischen Rhein und Weichsel. Dabei zeigen sich sowohl Unterschiede als auch überregionale Verbindungen. Immer besser zu greifen ist das Zusammenspiel von Gesellschaft, Landwirtschaft, Handwerk, Kriegführung, Wegenetzen und Siedlungen. Mit dem Beginn der Völkerwanderung ab etwa 400 n.Chr. verändert sich diese Welt – von Germanen ist dann keine Rede mehr.