Interviewreihe des RGZM zu High-Tech in der archäologischen Forschung

Teil der Interviewreihe des RGZM ist auch im Gespräch mit Projektleiterin Dr. Ingrid Stelzner, die ein steinzeitliches Rad aus dem Archäologischen Landesmuseum Konstanz restauriert
Teil der Interviewreihe des RGZM ist auch ein Gespräch mit Projektleiterin Dr. Ingrid Stelzner, die ein steinzeitliches Rad aus dem Archäologischen Landesmuseum Konstanz restauriert Foto: René Riis/Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Schweizerischen Nationalfonds geförderte interdisziplinäre Projekt „Cutaway“ untersucht archäologische Holzfunde mittels DendroCT-Verfahren und ermöglicht zerstörungsfreie Datierung. Hierfür werden acht steinzeitliche Radfunde aus der Region der Alpenländer untersucht, darunter eines der ältesten Holzräder aus dem Laibacher Moor in Slowenien sowie über achtzig weitere konservierte Holzproben aus der Referenzsammlung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie (RGZM). Leihgeber und Partner des Projekts sind das Archäologische Landesmuseum Baden-Württemberg, die Baudirektion Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich und das Stadtmuseum Ljubljana in Slowenien. Die Ergebnisse zu den Untersuchungen der steinzeitlichen Radfunde werden Anfang 2023 erwartet.

Interessante Einblicke in die mit dem Projekt verbundene Arbeit gibt es allerdings schon jetzt. Denn das RGZM hat im Rahmen einer Teil der Interviewreihe des RGZM ist auch im Gespräch mit Projektleiterin Dr. Ingrid Stelzner, die ein steinzeitliches Rad aus dem Archäologischen Landesmuseum Konstanz restauriert mit einigen Projektbeteiligten gesprochen, die die Untersuchungen jeweils aus dem Blick der Archäologie, Physik, Dendrochronologie und Konservierung beleuchten.

Die einzelnen Teile der Interviewreihe

  • Bedeutungsvolle Funde: Die steinzeitlichen Räder aus den Pfahlbauten des Alpenvorlandes
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  • Interview mit Dr. Helmut Schlichtherle, Archäologe am Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart
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  • Computertomographie – Eine Zerstörungsfreie Methode zur Untersuchung archäologischer Hölzer
    Interview mit Prof. Dr. Philipp Schütz, Dozent an der Hochschule Luzern
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  • „Ohne Eingriff in das Objekt und ohne umständliches Positionieren“ – Die Vorteile der Datierung mittels Computertomographen
    Interview mit Dr. Oliver Nelle,  Fachgebiet Feuchtbodenarchäologie Hemmenhofen, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgar
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  • Nach CT-Untersuchungen: Konservierungsverfahren weiterentwickeln und Ergebnisse veröffentlichen
    Interview mit Dr. Ingrid Stelzner
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Mit freundlicher Genehmigung des RGZM, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie

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