freiburg.archäologie

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Wenn eine Stadt im Rahmen von Jubiläumsfeierlichkeiten an seine historischen Ursprünge erinnert, so geschieht dies heute in zunehmendem Maße auch unter Berücksichtigung archäologischer Erkenntnisse. Freiburg im Breisgau, das in diesem Jahr seine ­urkund­liche Ersterwähnung vor 900 Jahren zelebriert, widmet den aus dem Untergrund stammenden Zeugnissen seiner wechselhaften Vergangenheit sogar gleich drei Ausstellungen an verschiedenen Museumsstandorten. Deren Themen: »900 Jahre Leben in der Stadt«, »200 Jahre Forschen in der Stadt« und »Leben vor der Stadt« sind in einem übersichtlich gegliederten und reich ­bebilderten Begleitband miteinander vereint, welcher im Auftrag und in Zusammenarbeit der Städtischen Museen Freiburg und des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart entstanden ist. Die auf sieben Aufsätze und neun Themenfelder verteilten Forschungsergebnisse des Buches reichen weit über eine reine Bestandsaufnahme von Altbekanntem und neu Hinzugewonnenem zur Freiburger Stadtgeschichte hinaus. Mit vielen neuen Einblicken zu den aktuellen Methoden und Möglichkeiten der modernen Stadtarchäologie wird vielmehr auch einem Lesepublikum außerhalb der Breisgaumetropole die Arbeitsweise eines noch vergleichsweise jungen Wissenschaftszweiges veranschaulicht. In Zeiten der durch die COVID-19-Pandemie bestehenden Einschränkungen bietet der Band zudem die bequemste Möglichkeit, sich auch jenseits des Internets mit den spannenden Themen der drei Freiburger Sonderausstellungen zu beschäftigen. 

| Niklot Krohn

Produktdetails

freiburg.archäologie

Bertram Jenisch, Peter Kalchthaler, Hans Oelze (Hrsg.)
Petersberg: Imhof Verlag 2019, 249 Farb- und 7 s/w-Abb., 29,95 Euro.